Leben ohne Papiere

Ein antirassistischer Stadtrundgang

 

IDEE

Das Projekt „Leben ohne Papiere“ entstand aus dem Bedürfnis, auf die menschenrechtlich bedenkliche Lage von Flüchtlingen hier vor Ort aufmerksam zu machen. Aus diesem Grund bietet das Frankfurter Bildungskollektiv „Bleiberecht“ einen antirassistischen Stadtrundgang entlang symbolischer Orte für Schulklassen an, der mit auf die Altersgruppe zugeschnittenen Methoden, Einblicke in die Lebensumstände von Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus ermöglichen soll.

Im Zentrum Frankfurts wird dazu eine pädagogisch begleitete Spurensuche angeboten, bei der die Teilnehmenden über mehrere Stationen verteilt lernen können, wie verankert und dennoch oft unsichtbar institutionelle Diskriminierung von illegalisierten Flüchtlingen ist.

UMSETZUNG

Das Angebot richtet sich an Schulklassen der Alterstufen 8.-13 Klasse. Idealerweise ermöglicht ein Projekttag (ca. 5 Stunden) eine intensive Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema. Nach Absprache ist auch ein kürzerer Rundgang (ca. 3 Stunden) möglich.

Der Stadtrundgang beginnt und endet an der Konstablerwache. Von dort werden in einer relativ kurzen Wegstrecke fünf symbolische Stationen erlaufen, denen thematische Schwerpunkte zugeordnet sind (bei der gekürzten Variante muss eine Absprache bezüglich der Stationen erfolgen):

✴ Konstablerwache: Ankunft in Deutschland, Wohnen, Leben, Mobilität

✴ Job-Center: Arbeit, Schule, Ausbildung

✴ Amtsgericht: Aufenthalt, Recht und Asyl

✴ Abschiebegefängnis: Abschiebehaft

✴ Büro einer Fluglinie: Abschiebung und Widerstand


An allen Stationen erwartet die Schüler_innen ein kurzer Input der beiden durchführenden Teamer zum Ort und dem damit verbundenen Thema, das dann in Übungen, Geschichten und Rollenspielen vertieft oder diskutiert wird. Es wird Wert gelegt auf pädagogisch angemessene Vermittlung, um das Interesse der Klasse zu wecken und die Inhalte erfahrbar zu machen.

Die Aufsichtspflicht bleibt auch während des Programms bei den Lehrkräften.


ÜBER die Durchführenden:

Entwickelt und durchgeführt wird der antirassistische Stadtrundgang „Leben ohne Papiere“ vom Frankfurter Bildungskollektiv „Bleiberecht“, in dem sich SozialpädagogInnen, SozialwissenschaftlerInnen sowie Studierende dieser Fächer zusammengeschlossen haben.
Deren Anliegen ist es, ein Demokratieverständnis, das sich an Menschenrechten für alle orientiert, zu fördern. Dafür entwickeln sie Konzepte der politischen Bildungsarbeit und bieten diese für Schulklassen und Jugendliche an.

Kosten:
5,-€ p.P.

Dauer:
3-5 Stunden